Notfallkoffer zusammenstellen: was wirklich hineingehört

In der Krise fällt einem nichts mehr ein. Ein vorbereiteter Koffer denkt für dich mit – hier eine konkrete Packliste.

Bei hoher Anspannung ist der Zugriff auf Wissen eingeschränkt. Ein Notfallkoffer löst das Problem, indem er die Entscheidung vorwegnimmt: greifen statt überlegen. Eine kleine Box, ein Beutel oder eine Kosmetiktasche genügt.

Packliste nach Sinnen

Schmecken: saure Bonbons, Ingwerstücke, starke Pfefferminze

Riechen: Duftöl, Kaffeebohnen, Zitrusschale in einer Dose

Fühlen: Igelball, raues Tuch, Gummiband, Kühlpack-Ersatz

Hören: Kopfhörer und eine feste Playlist für hohe Anspannung

Sehen: Foto eines sicheren Orts oder Menschen

Karten mit Text

Lege drei Kärtchen dazu: deine persönliche Skillskette in Reihenfolge, drei Sätze, die dir früher geholfen haben, und eine Kontaktliste mit Nummern inklusive Krisendiensten. Handschriftlich wirkt in Krisen oft besser als eine App.

Griffbereit halten

Zwei Versionen sind sinnvoll: eine große zuhause, eine kleine für die Tasche. Prüfe alle paar Wochen, ob die Inhalte noch wirken – Reize nutzen sich ab. Und teste den Koffer einmal in ruhigem Zustand, damit er im Ernstfall vertraut ist.